Wer ist zum Energieaudit nach EDL-G verpflichtet?
Alle Nicht-KMU — Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitenden oder mehr als 50 Mio. € Jahresumsatz und mehr als 43 Mio. € Bilanzsumme — müssen nach § 8 EDL-G alle 4 Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchführen. Verstöße werden mit Bußgeldern bis zu 50.000 € geahndet (§ 12 EDL-G). KMU sind nicht verpflichtet, können das Audit aber freiwillig mit bis zu 3.000 € BAFA-Förderung durchführen.
Wie hoch ist die BAFA-Förderung für das Energieaudit?
Das BAFA fördert das Beratungshonorar mit 50 %. Bei Jahresenergiekosten über 10.000 € netto beträgt der Höchstbetrag 3.000 €, bei Energiekosten bis 10.000 € maximal 600 €. Antragsberechtigt sind KMU, Kommunen und gemeinnützige Einrichtungen sowie Nicht-KMU mit einem Jahresenergieverbrauch von höchstens 500.000 kWh.
Was kostet ein Energieaudit nach DIN EN 16247?
Das Honorar richtet sich nach Zahl der Standorte, Energieverbrauch und Komplexität der Anlagen — wir nennen es nach dem kostenlosen Erstgespräch als Festpreis-Angebot innerhalb von 48 Stunden. Für KMU, Kommunen und gemeinnützige Einrichtungen übernimmt das BAFA 50 % des Honorars (EBN Modul 1): bis 3.000 € bei Jahresenergiekosten über 10.000 € netto, sonst bis 600 €. Eigenleistungen und Investitionen sind nicht förderfähig.
Muss der BAFA-Antrag vor dem Audit gestellt werden?
Ja. Seit 01.01.2025 muss der Antrag vor Vertragsabschluss mit dem Energieberater im BAFA-Förderportal gestellt und der Zuwendungsbescheid abgewartet werden. Alternativ ist ein Vertragsabschluss mit aufschiebender Bedingung zulässig: Der Vertrag wird erst wirksam, wenn der Zuwendungsbescheid erteilt ist (EBN-Richtlinie Nr. 7.2). Ein vorzeitiger Vorhabenbeginn ohne diese Bedingung führt zum Förderverlust.
Was wird beim Energieaudit nach DIN EN 16247 analysiert?
Das Energieaudit erfasst alle Energieflüsse des Unternehmens: Gebäude (Hülle, Technik, Beleuchtung), Produktionsprozesse und Anlagen, Querschnittstechnologien wie Druckluft, Pumpen und Kälte, Transport und Fuhrpark sowie das Nutzerverhalten. Eine Vor-Ort-Begehung ist nach DIN EN 16247-1 verpflichtend. Ergebnis ist ein normkonformer Auditbericht mit priorisierten Maßnahmen und Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Welche Frist gilt nach Abschluss des Pflichtaudits?
Nicht-KMU müssen den fertiggestellten Auditbericht innerhalb von 2 Monaten nach Abschluss beim BAFA melden (§ 8c Abs. 1 EDL-G). Diese Meldepflicht gilt unabhängig davon, ob eine Förderung beantragt wurde. Wir übernehmen die Meldung für unsere Kunden im Rahmen der Auditbegleitung.
Was passiert, wenn das Energieaudit nicht fristgerecht gemeldet wird?
Nicht-KMU müssen den Auditbericht innerhalb von zwei Monaten nach Abschluss des Pflichtaudits beim BAFA melden (§ 8c Abs. 1 EDL-G) — unabhängig davon, ob eine Förderung beantragt wurde. Wer das Energieaudit nicht oder nicht fristgerecht durchführt oder meldet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 € geahndet werden kann (§ 12 EDL-G). Wir übernehmen Fristenkontrolle und Meldung im Rahmen der Auditbegleitung.
Wird die Energieaudit-Pflicht auf weitere Unternehmen ausgeweitet?
Die EDL-G-Novelle soll die Auditpflicht künftig an den Energieverbrauch koppeln: Alle Unternehmen mit mehr als 2,77 GWh Gesamtenergieverbrauch pro Jahr sollen auditpflichtig werden — unabhängig von der Unternehmensgröße; die Schwelle für die Energiemanagement-Pflicht soll zugleich von 7,5 auf 23,6 GWh steigen. Stand: Kabinettsbeschluss vom 24.06.2026, Bundestagsberatung nach der Sommerpause, Inkrafttreten voraussichtlich Ende November 2026 — noch gilt das alte Recht. Für KMU in diesem Verbrauchsbereich lohnt sich das freiwillige Audit jetzt doppelt: Solange keine Pflicht besteht, ist es BAFA-förderfähig.
Ab welchem Energieverbrauch bin ich 2026 auditpflichtig?
Heute richtet sich die Energieaudit-Pflicht nach der Unternehmensgröße: Nicht-KMU — ab 250 Mitarbeitenden oder über 50 Mio. € Umsatz und 43 Mio. € Bilanzsumme, inklusive Partner- und verbundener Unternehmen (EU-Empfehlung 2003/361/EG) — sind nach § 8 EDL-G auditpflichtig; bei höchstens 500.000 kWh Jahresverbrauch greift die Bagatellregelung. Die EDL-G-Novelle (Kabinettsbeschluss 24.06.2026, Inkrafttreten voraussichtlich Ende November 2026) will die Pflicht zusätzlich an 2,77 GWh Gesamtverbrauch koppeln — unabhängig von der Größe; ab 7,5 GWh gilt die Energiemanagement-Pflicht nach § 8 EnEfG (Schwelle soll auf 23,6 GWh steigen), noch gilt das alte Recht. Wir prüfen Ihre EDL-G-Einstufung rechtssicher, auch für verbundene Unternehmen, und begleiten Sie fristgerecht durch das Energieaudit nach DIN EN 16247.